Interessantes über Bögen

Allgemeines über Bögen

Die Bogenstange besteht aus Fernambuk-Holz. Einfluss auf Spielbarkeit und Klang haben die Dichtheit, Widerstandskraft und Spannkraft des Holzes. Es darf nicht zu weich sein. Ebenso haben die Ästhetik und Fertigung mit Herzblut und Sorgfalt eine große Auswirkung auf die Qualität des Bogens.

Für die Bogenbehaarungen verwende ich nur ausgesuchtes sibirisches und mongolisches Rosshaar.

Reinigung des Bogens

Zur Reinigung des Bogens nach jedem Spielen, den Bogen angespannt lassen und mit weichem Baumwolltuch die Stange reinigen, damit die Rest des Kolophoniums entfernt werden. So bleibt der Lack gut erhalten und glänzend.

Zum Lackaufrischen zum Bogenbauer geben. Auf keinen Fall mit gängigen Holzpolituren verwenden. Dies könnte die Haare beschädigen oder Fett abgeben, und der Bogen würde nicht mehr einwandfrei spielen.

Was passiert, wenn ich den Bogen angespannt lasse?

Der Bogen sollte nach jedem Spielen entspannt werden. Wenn er ein oder zwei Tage im Etui angespannt liegt, hat dies noch keine großen Auswirkungen auf die Spannkraft des Holzes. Mit der Zeit dehnen sich die Haare aus, hängen durch und der Bezug wird immer länger. Sollte dies passiert sein, muss der Bogen neu behaart werden.

Was muss ich beachten, wenn ich viel auf Reisen bin​?

Die Bogenhaare sind empfindliche betreffend Temperatur bzw. Luftfeuchtigkeit. Bei höherer Luftfeuchtigkeit dehnen sich die Haare aus. Kommt man in trockenere Regionen sind die Haare angespannt. Nach einigen Tagen gleicht sich dies von alleine aus bzw. gewöhnen sich die Haare an das Klima und gehen nahezu in den ursprungszustand zurück. Den Bogen immer trocken lagern und vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Bei Hitze kann sich der Bogen verziehen. Der beste Schutz für die Haare ist Kolophonium.

Wann sollte ein Musiker zum Bogenbauer?

Ein Musiker, der jeden Tag den Bogen benutzt, sollte 2x im Jahr die Haare neu beziehen lassen. Ein allgemeines Anzeichen für einen Haarwechsel ist, dass die Haare nicht mehr richtig greifen bzw. immer mehr Kolophonium benötigt wird. Im nächsten Schritte werden die Haare spröde und reißen, der Bezug wird dünner. Doch der Bogen sollte immer voll bezogen sein, da sonst der Klang beeinträchtigt wird.

Durch das ständige Anspannen und Entspannen des Bogens kann sich das Innengewinde der Spannschraube abnutzen. Wenn die Mutter nicht mehr richtig greift, beginnt der Frosch zu wackeln, der Bogen wird instabil und schief. Der Frosch sollte im Idealfall grade in der Flucht zum Bogenkopf aufsitzen.